Was passiert, wenn man zu viel Zimt isst?

Zu viel Zimt
Wie viel ist "zu viel" Zimt? (Foto: TheoCrazzolara - Pixabay)

Wusstest du, dass zu viel Zimt ungesund sein kann? Wie gefährlich Zimt ist, hängt von der Menge an Cumarin ab, die er enthält.

Cumarin ist ein Aromastoff, der in größeren Mengen gesundheitsschädigend ist. Je nach Zimt-Sorte ist von der Substanz mehr oder weniger enthalten.

Ceylon-Zimt, der hauptsächlich aus Sri Lanka stammt, ist deutlich teurer als Cassia-Zimt und beinhaltet nur sehr geringe Mengen Cumarin. Dies macht ihn zu einer gesünderen Wahl.

Das passiert, wenn du zu viel Zimt isst

Bei regelmäßiger Einnahme von zu viel Zimt (und somit auch Cumarin) kann es zu einer Vergiftung kommen. Die Symptome dafür sind:

Herzrasen

Wenn man zu viel Zimt isst, kann man Herzrasen bekommen. Dies liegt daran, dass Zimt die Durchblutung fördert und den Blutdruck erhöht. Bei Menschen mit Herzproblemen sollte daher auf die Einnahme von Zimt geachtet werden.

Bluthochdruck

Eine zu hohe Cumarin-Dosis erhöht den Blutdruck und kann zu Schlaganfällen führen. Die meisten Menschen nehmen jedoch nicht so viel Zimt zu sich, dass diese Nebenwirkung eintritt. Allerdings ist es ratsam, nur wenig Zimt zu sich nzu nehmen, wenn man unter Bluthochdruck leidet oder zu hohen Cholesterinwerten neigt.

Schweißausbrüche

Auch Schweißausbrüche können auftreten, wenn man über einen längeren Zeitraum zu viel Cumarin zu sich genommen hat. Dies ist zwar selten, kann aber zu einer ernsten gesundheitlichen Beeinträchtigung führen.

Schwindel

Wer hätte gedacht, dass man von zu viel Zimt irgendwann einmal Sterne sieht? Bei einer zu hohen Cumarin-Aufnahme kann es zu Schwindelgefühlen und sogar zum Kollaps kommen.

Kopfschmerzen

Zimt enthält ätherische Öle, die bei regelmäßiger Einnahme zu Kopfschmerzen führen können. Dies ist zwar keine ernsthafte Nebenwirkung, sollte aber dennoch beachtet werden.

Magenschmerzen

Bauchweh und Magenkrämpfe sind weitere Symptome, die ein zu hoher Zimtkonsum nach sich ziehen kann. Wenn du regelmäßig Magenschmerzen hast, solltest du vielleicht darüber nachdenken, zukünftig etwas weniger Zimt zu essen.

Übelkeit & Erbrechen

Dir ist in letzter Zeit öfters mal übel und du musst dich gelegentlich sogar übergeben? Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass du schwanger bist, sondern kann auch am morgendlichen Franzbrötchen liegen.

Durchfall

Durchfall ist ein weiteres Symptom, das auftreten kann, wenn du zu viel Cumarin zu dir genommen hast.

So, nun weißt du Bescheid über die gesundheitlichen Risiken, die mit dem regelmäßigen Genuss von zimthaltigen Lebensmitteln einhergehen können. Das soll dich aber natürlich nicht davon abhalten, gelegentlich mal eine leckere Zimtschnecke oder ein Franzbrötchen zu essen. Achte jedoch darauf, nicht zu viel davon zu dir zu nehmen.

Die Symptome treten in der Regel erst nach mehreren Tagen auf, da Cumarin langsam abgebaut wird. Bei Verdacht auf eine Vergiftung mit Cumarin solltest du unbedingt zum Arzt gehen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat festgestellt, dass ein Mensch täglich bis zu 0,05 Milligramm Cumarin zu sich nehmen kann, ohne gesundheitliche Schäden zu riskieren. Dies entspricht etwa einem Viertel Teelöffel Zimt pro Tag. Die World Health Organization (WHO) empfiehlt hingegen sogar noch weniger: Nur bis zu 0,01 Milligramm oder einem Zehntel Teelöffel pro Tag sollten es laut WHO sein. Dies entspricht in etwa zwei Gramm Zimt pro Kilogramm Körpergewicht.

Eine zu hohe Dosis Cumarin kann sich also negativ auf deine Gesundheit auswirken. Achte daher beim Zimt-Konsum darauf, nicht zu viel davon zu essen.

Zusammenfassend ist zu sagen: Zu viel Zimt ist nicht gut für deine Gesundheit. Konsumiere daher lieber weniger von dem schmackhaften Gewürz und achte darauf, dass du keine Cumarin-Überdosis zu dir nimmst.

Kann man auf Zimt allergisch sein?

Allergien gegen Gewürze sind zwar selten, aber dennoch möglich. Zimt gehört zu den Gewürzen, bei denen Allergien am häufigsten auftreten. Symptome, die auf eine Zimtallergie hindeuten können, sind Juckreiz, Hautausschlag und Atemnot.

Wenn du vermuten solltest, dass du auf Zimt allergisch reagierst, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Bei der Diagnose von Zimtallergien kommen verschiedene Tests zum Einsatz, zum Beispiel ein Hautausschlag-Test oder ein Bluttest.

Wie viel Zimt kann man am Tag essen?

Zunächst einmal sollte man wissen, dass es keine empfohlene Tagesdosis für Zimt gibt. Die Menge, die jeder Mensch verträgt, ist individuell verschieden. Allerdings gibt es einige Studien, die sich mit der Frage beschäftigt haben, ob zu viel Zimt schädlich sein kann. Eine dieser Studien hat herausgefunden, dass zu viel Zimt die Leber schädigen kann. Diese Studie wurde jedoch an Mäusen durchgeführt und es ist noch nicht bewiesen, ob die Ergebnisse auch auf Menschen zutreffen. Trotzdem sollte man Zimt in Maßen genießen und nicht zu viel davon essen.

Ceylon-Zimt enthält weniger Cumarin als Cassia-Zimt

Ceylon-Zimt ist die älteste Zimtsorte der Welt, also sozusagen der „Ur-Zimt“ und stammt ursprünglich aus Sri Lanka, was früher noch Ceylon hieß. Noch heute ist Sri Lanka das wichtigste Anbaugebiet des gleichnamigen Gewürzes.

Cassia-Zimt ist die am weitesten verbreitete Zimtsorte und wird überwiegend in China angebaut.

Ceylon-Zimt enthält weniger Cumarin als Cassia-Zimt und gilt damit als gesünder. Der Cassia-Zimt, welcher meistens zu Pulver verarbeitet wird, beinhaltet durchschnittlich zwischen drei und neun Gramm Cumarin pro Kilogramm. Er ist dadurch potenziell gefährlicher für deine Gesundheit als Ceylon-Zimt.

Bei regelmäßiger Einnahme von zu viel Ceylon-Zimt besteht also kaum Gefahr, eine Vergiftung zu erleiden. Cassia-Zimt solltest du hingegen nur in Maßen konsumieren. Eine Faustregel lautet: maximal einen Teelöffel pro Tag und Person.

Wenn du zu viel Cassia-Zimt isst, können die oben genannten Symptome auftreten.

Achte also bei deinem Zimt-Konsum auf die Sorte und die Menge, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Ceylon-Zimt ist eine gute Wahl, da er weniger Cumarin enthält und damit unbedenklich in größeren Mengen konsumiert werden kann. Cassia-Zimt solltest du lieber nur in Maßen konsumieren.

So kannst du Ceylon-Zimt von Cassia-Zimt unterscheiden

Du weißt jetzt also, dass Ceylon-Zimt weniger gefährlich für deine Gesundheit ist als Cassia-Zimt. Aber wie unterscheidest du die beiden Zimtsorten voneinander?

In Pulverform lassen sich die beiden Zimtsorten leider nur schwer voneinander unterscheiden. Hier lohnt sich also ein Blick auf die Verpackung, um sicher zu gehen, dass es sich auch wirklich um Ceylon-Zimt handelt.

Wenn du unverpackte Zimtstangen kaufst, kannst du die Zimtsorten am Geruch unterscheiden: Ceylon-Zimt duftet nämlich ziemlich süß und kräftig, während Cassia-Zimt eher bitter duftet. Hierfür ist natürlich etwas Übung und eine gute Nase erforderlich.

Aber auch optisch lassen sich die beiden Zimtsorten gut voneinander unterscheiden. Die rote Schale von Ceylon-Zimtstangen ist deutlich heller als die schwarze Schale der Cassia-Zimtstangen.

Fazit: Die Dosis macht das Gift

Ob zu viel Zimt ungesund ist, hängt von der Cumarin-Menge der verwendeten Zimtsorte ab. Dieser Aromastoff kann gesundheitsschädigend wirken, wenn er in zu großen Mengen aufgenommen wird. Je nach Zimtsorte ist mehr oder weniger von der potenziell gesundheitsgefährdenden Substanz im Zimt enthalten.

Ceylon-Zimt, der hauptsächlich aus Sri Lanka stammt, enthält sehr wenig Cumarin. Cassia-Zimt, den du in vielen Supermärkten findest und der die am weitesten verbreitete Zimtsorte ist, enthält hingegen mehr Cumarin. Allerdings sei noch einmal betont, dass es auf die Dosis ankommt. In kleinen Mengen ist Zimt unbedenklich und gilt sogar als gesund. Also entscheide selbst, in welchen Mengen du dieses leckere Gewürz zu dir nimmst.

Jonas Eichmann

Autor: Jonas Eichmann

Als leidenschaftlicher Foody bin ich täglich auf der Suche nach nützlichen und kuriosen Foodfakten. In diesem Blog teile ich meine Erkenntnisse mit dir.

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