21 verblüffende Fakten über Kurkuma

Kurkuma
Kurkuma steckt voller gesundheitsfördernder Wirkungen. (Foto: cgdsro - Pixabay)

Kurkuma ist ein aromatisches Gewürz, das schon seit Jahrhunderten in der indischen Küche verwendet wird. Doch Kurkuma ist nicht nur lecker, sondern dabei auch noch sehr gesund.

In diesem Beitrag gehe ich auf die 21 interessantesten Fakten und Mythen über die beliebte Gelbwurz ein. Einige davon werden dich bestimmt überraschen!

💡 Inhalt
  1. 9 interessante Fakten über Kurkuma
  2. 12 Fakten über die Wirkung von Kurkuma und Curmin auf die Gesundheit
  3. Fazit: Kurkuma ist zwar ein echtes Wundermittel, kann aber keine ärztliche Versorgung ersetzen

9 interessante Fakten über Kurkuma

Du kochst mit jemandem ein Curry und möchtest mit unnützem Wissen glänzen? Diese 8 Fakten über Kurkuma sind der perfekte Einstieg in einen gelungenen Küchen-Smalltalk:

1. Kurkuma ist eine Wurzel und gehört zur Ingwerfamilie

Kurkuma ist eine krautartige Pflanze, die bis zu einem Meter hoch werden kann. Die gelbliche Wurzel ist ähnlich dem Ingwer und zählt botanisch gesehen zur Ingwerfamilie (Zingiberaceae).

Die Wurzel kann bis zu 20 Zentimeter lang und fünf Zentimeter dick werden. Sie ist nicht nur gelb, sondern hat auch eine leicht grünliche oder orangene Färbung.

Kurkuma kommt ursprünglich aus Südasien, aber wird heutzutage in allen tropischen und subtropischen Ländern angebaut.

2. Kurkuma färbt die Zähne weiß

Kurkuma ist zwar als gelber Farbstoff für Textilien und Lebensmittel bekannt, deine Zähne färbt die Gelbwurz aber weiß. Den besten Effekt erzielst du, wenn du dir täglich die Zähne mit selbstgemachter Kurkuma-Zahnpasta putzt.

3. Im Mittelalter nannte man Kurkuma auch „Indischer Safran“

Weil es oft als günstige Alternative zu Safran verwendet wurde, nannte man Kurkuma im Mittelalter „Indischer Safran“.

4. Kurkuma schützt vor Sonnenbrand

Häufiger mal Curry zu essen, kann dich vor einem Sonnenbrand bewahren. Kurkuma gilt nämlich als „Natürlicher Sonnenschutz von innen“.

5. Kurkuma verleiht Curry die leuchtend gelbe Farbe

Nicht ohne Grund wird Kurkuma auch als „Gelbwurz“ bezeichnet. Im Mittelalter wurden Textilien häufig mit dem Gewürz gefärbt. Heutzutage verleiht es Curry, Senf und weiteren Lebensmitteln eine leuchtend gelbe Farbe.

6. Indien ist der weltweit größte Produzent von Kurkumapulver

Jedes Jahr werden etwa 800.000 Tonnen Kurkumapulver produziert. Ein Großteil davon stammt aus Indien. Kurkumapulver wird aus den getrockneten und gemahlenen Wurzeln der Kurkuma-Pflanze hergestellt.

7. Indien ist auch weltweit der größte Verbraucher von Kurkumapulver

Indien ist nicht nur Spitzenreiter in der Herstellung der Gelbwurz, sondern nauch im Konsum. Ungefähr 80% der jährlichen Kurkuma-Produktion wird in Indien, dem Mutterland des Curry, verbraucht.

8. Die Stadt Erode wird als „Gelbe Stadt“ oder „Kurkuma-Stadt“ bezeichnet

Die Stadt Erode im indischen Bundesstaat Tamil Nadu ist der weltweit größte Produzent von Kurkuma. Hier befindet sich auch eine der größten Kurkuma-Mühlen der Welt.

9. Bei indischen Hochzeiten werden Braut und Bräutigam mit Kurkuma-Paste eingerieben

Indische Hindi-Hochzeiten dauern ganze 3 Tage. Sie beginnen mit dem Gaye Holud, der Haldi Zeremonie. Hierbei handelt es sich um ein Reinigungsritual.

Sowohl die Braut als auch der Bräutigam werden von Familienmitgliedern mit einer leuchtend gelben Kurkuma-Paste eingerieben, was der rituellen Reinigung vor der Hochzeit dienen soll.

12 Fakten über die Wirkung von Kurkuma und Curmin auf die Gesundheit

Kurkuma schmeckt nicht nur gut und färbt einen Großteil aller Lebensmittel. Der gelben Wunderwurzel werden auch zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt.

In asiatischen Ländern wie Indien und China wird die Gelbwurz bereits seit Jahrhunderten in der traditionellen Heilkunde verwendet.

Die Wissenschaft hat großes Interesse an den überlieferten Heilwirkungen der Kurkuma. Einige der gesundheitsfördernden Eigenschaften konnten auch bereits in klinischen Studien nachgewiesen werden. Bei anderen vermeintlichen Wirkungen handelt es sich wohl eher um Mythen als um nachweisbar gesundheitsfördernde Eigenschaften.

So oder so solltest du bei Erkrankungen immer zuerst einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Vielleicht wird dir dann ja sogar ein natürliches Heilmittel wie Kurkuma empfohlen.

1. Kurkuma kann die Leber vor Schäden durch Alkohol schützen

Eine japanische Studie aus dem Jahr 2011 zeigte, dass Kurkuma die Leber vor Schäden durch Chemikalien und Alkohol schützt. Hierbei haben Probanden ein Kurkuma-haltiges Getränk zu sich genommen, bevor sie eine hohe Dosis Alkohol konsumiert haben.

Die Ergebnisse klingen vielversprechend.

Erstens hat das Kurkuma-haltige Getränk die Absorption des Alkohols gehemmt, wodurch die Probanden weniger schnell betrunken wurden. Zweitens wurde die Leberaktivität gesteigert, was die Verstoffwechselung des Alkohols im Körper beschleunigt hat.

2. Kurkuma enthält bioaktive Verbindungen mit medizinischen Eigenschaften

Die gelbe Wurzel des Kurkuma-Strauchs enthält eine Reihe von bioaktiven Verbindungen wie Curcumin, Demethoxycurcumin und Bisdemethoxycurcumin. Diese können sowohl in ihrer natürlichen Form als auch in konzentrierter Version in Kapseln oder Tabletten eingenommen werden.

Die Wirkung der Verbindungen ist noch nicht vollständig erforscht, allerdings gibt es bereits einige klinische Studien, die ihre Wirkung bestätigen.

3. Curcumin ist eine natürliche entzündungshemmende Verbindung

Kurkuma kann Entzündungen hemmen

Eine der bekanntesten Eigenschaften von Kurkuma ist seine entzündungshemmende Wirkung. Die gelbe Wurzel enthält eine Reihe von bioaktiven Verbindungen, die Entzündungen hemmen können.

4. Kurkuma kann die antioxidative Kapazität des Körpers erhöhen

Antioxidantien sind Substanzen, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen können. Kurkuma kann die antioxidative Kapazität des Körpers erhöhen und so das Risiko von Krankheiten wie Krebs oder Arteriosklerose reduzieren.

5. Curcumin kann die Produktion von neurotrophen Faktoren im Gehirn erhöhen

Neurotrophe Faktoren sind Proteine, die für das normale Funktionieren des Nervensystems wichtig sind. Kurkuma kann die Produktion von neurotrophen Faktoren im Gehirn erhöhen und so das Risiko von neurodegenerativen Erkrankungen verringern.

6. Kurkuma kann die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern

Kurkuma kann nicht nur das Risiko von neurodegenerativen Erkrankungen verringern, sondern auch die kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. Eine klinische Studie hat gezeigt, dass Curcumin die kognitive Leistungsfähigkeit von älteren Menschen verbessert hat.

7. Curcumin kann das Risiko für Herzkrankheiten senken

Ein weiterer positiver Effekt von Kurkuma auf die Gesundheit ist seine kardioprotektive Wirkung. Curcumin kann das Risiko für Herzkrankheiten senken, indem es den Cholesterinspiegel im Blut reguliert und Entzündungen im Körper reduziert.

8. Kurkuma kann zur Krebsprävention beitragen

Kurkuma kann zur Krebsprävention beitragen, indem es die Zellerneuerung reguliert und das Wachstum von Krebszellen hemmt. Curcumin kann auch die Nebenwirkungen von Chemotherapie-Medikamenten reduzieren.

9. Curcumin könnte bei der Behandlung von Alzheimer nützlich sein

Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung, die zu Gedächtnisverlust und Demenz führen kann. Curcumin könnte bei der Behandlung von Alzheimer nützlich sein, indem es die Produktion von entzündungsauslösenden Botenstoffen im Gehirn reduziert.

10. Arthritis-Patienten sprechen gut auf Curcumin-Präparate an

Patienten mit Arthritis sprechen oft gut auf Curcumin-Präparate an. Die gelbe Wurzel kann Schmerzen lindern, Entzündungen reduzieren und die Mobilität erhöhen.

11. Curcumin kann gegen Depressionen wirken

Depressive Erkrankungen können mit Antidepressiva behandelt werden. Curcumin könnte jedoch eine natürliche Alternative zu diesen Medikamenten darstellen, da es ähnliche Wirkungsweisen hat, aber seltener Nebenwirkungen verursacht.

12. Curcumin kann helfen, den Alterungsprozess zu verzögern und altersbedingte chronische Krankheiten zu bekämpfen

Kurkuma kann nicht nur vorbeugend gegen einige Krankheiten wirken, sondern auch den Alterungsprozess verzögern und altersbedingte chronische Krankheiten bekämpfen.

Fazit: Kurkuma ist zwar ein echtes Wundermittel, kann aber keine ärztliche Versorgung ersetzen

Auch wenn der Kurkuma einige positive Wirkungen auf die Gesundheit nachgewisen werden konnten, solltest du bei gesundheitlichen Beschwerden immer zuerst einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen.

Eine professionelle medizinische Behandlung ist nicht durch Hausmittel wie Kurkuma zu ersetzen. Ganz im Gegenteil: Eine zu hohe Dosis Kurkuma kann sich sogar schädlich auf die Gesundheit auswirken.

Hausmittel wie Kurkuma sollten also immer mit Vorsicht genossen und genau hinterfragt werden.

Quellen:

Kurkuma – Wissenschaftliche Zusammenfassung, Prof. Dr. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Uniklinik Freiburg, 2015

Innovative Preparation of Curcumin for Improved Oral Bioavailability, Pharmaceutical Society of Japan, 2011

Jonas Eichmann

Autor: Jonas Eichmann

Als leidenschaftlicher Foody bin ich täglich auf der Suche nach nützlichen und kuriosen Foodfakten. In diesem Blog teile ich meine Erkenntnisse mit dir.

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