Wie isst man Granola?

Wie isst man Granola
So sieht eine schön angerichtete Granola-Bowl aus. (Foto: Stepanek Photography - Shutterstock)

Kurze Antwort: Granola kann genauso gegessen werden wie Müsli: mit Joghurt oder Quark, Früchten und Nüssen.

Ganz so einfach ist die Frage jedoch nicht beantwortet. Um die richtige Zubereitung von Granola ist nämlich mittlerweile ein regelrechter Hype entstanden. Unter dem Hashtag #granola finden sich auf Instagram bereits über 3,6 Millionen Posts.

Was ist das Besondere an dem Knuspermüsli und wie schmeckt es am besten? Das und mehr erfährst du in diesem Beitrag.

Granola ist ein Knuspermüsli, das aus mit Sirup oder Honig gebackenen Haferflocken besteht.

Die Herkunft von Granola ist Amerika. Hier wurde das Knuspermüsli im späten 19. Jahrhundert das erste Mal schriftlich erwähnt. Da die Amerikaner bekannterweise ein Faible für Süßes haben, ist es wenig verwunderlich, dass hier die Wurzel des gesüßten Knuspermüslis liegt.

Aufgrund der nährstoffreichen Zutaten gilt Granola nicht nur als leckeres, sondern auch als gesundes Frühstück.

Aber Achtung: Knuspermüsli aus dem Supermarkt ist leider meistens alles andere als gesund. Hier stehen Zucker und Palmöl häufig als erstes auf der Zutatenliste.

Es lohnt sich also beim Kauf einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du Granola glücklicherweise auch ganz einfach selber machen. Ein Rezept dafür findest du weiter unten in diesem Beitrag.

Übrigens: Granola ist die Grundzutat der meisten Müsliriegel. Durch den Einsatz von Honig oder Zuckersirup haften die Haferflocken aneinander und lassen sich so besser in eine Riegelform pressen.

So isst man Granola

Zum Frühstück

Wenn du schon einmal Müsli gegessen hast, weißt du auch wie man Granola isst. Streue es einfach auf deinen Joghurt oder Quark und garniere es mit frischen Früchten, Nüssen oder anderen Toppings deiner Wahl.

Wenn du es etwas süßer magst, kannst du auch noch ein wenig Honig über dein Granola gießen. Mein Favorit ist Granola mit griechischem Joghurt, Heidelbeeren, Haselnüssen und Honig – mit einem Schuss Oatly Vanille.

Deiner Fantasy sind beim Anrichten von Granola keine Grenzen gesetzt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass bei Instagram täglich mehrere tausend Bilder mit dem Hashtag #granola hochgeladen werden. Kombiniere es einfach mit deinen Lieblingstoppings und lass dich von den knusprigen Frühstücksflocken begeistern. Dabei kann überhaupt nichts schief gehen.

Als Topping

Granola kann nicht nur dein Frühstück bereichern, sondern auch Desserts und Eis das gewisse Etwas verleihen. Ersetze die ungesunden Toppings wie Oreo-Bröseln, Schokostreusel oder Gummibärchen doch einfach mal mit Granola. Das ist nicht nur gesünder, sondern auch richtig schön crunchy.

Unterschied zwischen Granola, Müsli und Porridge

Granola unterscheidet sich vor allem in der Konsistenz von Müsli und Porridge. Die Grundlage für Müsli sind in der Regel unverarbeitete Haferflocken. Porridge wird aus zerkleinerten Haferflocken hergestellt, damit diese die Flüssigkeit beim Kochen besser aufsaugen. Beim Granola hingegen, erhalten die Haferflocken durch das Backen mit Honig oder Sirup eine knusprige Konsistenz. Der Zusatz von Nüssen sorgt nochmal für einen extra knusprigen Biss.

Jetzt könnte man behaupten, dass Granola ja nichts anderes sei als Knuspermüsli. Das stimmt aber nur entfernt.

Auch wenn es sich sowohl bei Granola als auch bei Knuspermüsli um gebackenes Müsli handelt, gibt es doch einen entscheidenden Unterschied zwischen den beiden Frühstückscerealien. Granola ist nämlich viel flockiger als Knuspermüsli. Der Hersteller Barnhouse nennt die zusammengebackenen Nuggets von Knuspermüsli „Cluster“.

Granola fehlen diese Cluster, wodurch es etwas feiner ist als Knuspermüsli. Welche Variante dir besser gefällt, musst du selbst entscheiden. Ich persönlich mag beides sehr gerne und habe von jeder Variante immer eine Packung zuhause.

Grundrezept für Granola

Du möchtest dein Granola nicht kaufen, sondern lieber selber machen? Mit diesem Grundrezept gelingt es garantiert.

Zutaten für ca. 500g selbstgemachtes Granola

  • 300 g Haferflocken
  • 125 g Honig
  • 100 g Kokosöl
  • 100g gehobelte Mandeln
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Haferflocken mit Mandeln und Salz vermischen.
  2. Kokosöl mit Honig in einen kleinen Topf geben und vorsichtig schmelzen lassen.
  3. Kokosöl-Honig-Mischung zu der Haferflocken-Mischung geben und gut vermischen.
  4. Granola auf ein mit Backpapier belegtem Blech verteilen.
  5. Im vorgeheizten Backofen (160°C Umluft) für etwa 15-20 Minuten backen.
  6. Innerhalb der letzten 5 Minuten gelegentlich wenden.
  7. Backblech aus dem Ofen nehmen und Granola vollständig abkühlen lassen.
  8. In einen luftdicht verschließbaren Behälter geben und fest verschließen.

Mit diesem Grundrezept kannst du Granola ganz einfach selber machen. Erweitere es nach Belieben mit Nüssen, Samen oder Kernen. Für noch mehr Abwechslung kannst du deinem selbstgemachten Granola auch Schokolade oder gefriergetrocknete Früchte hinzufügen.

Frische Früchte eignen sich eher weniger, da diese zu viel Wasser enthalten. Hierdurch würde dein Granola nicht besonders knusprig werden und sich auch nicht so lange halten.

Das heißt aber nicht, dass du bei deinem Granolafrühstück auf frische Früchte verzichten musst. Wasche sie einfach kurz ab und verteile sie, zusammen mit dem selbstgemachten Granola, auf deinem Joghurt oder Quark.

Wenn du Wert auf regionale Früchte legst, sind Beeren und Äpfel die richtige Wahl für deine Granola-Bowl. Aber auch Bananen, Kiwis und Äpfel sind gut als Vitaminlieferanten geeignet. Im Winter bekommt man hierzulande ja leider sowieso kaum frische Früchte.

Tipp: Gewürze wie Zimt, Kurkuma und Vanille verleihen deinem selbstgemachten Granola einen interessanten Twist. Füge dem Grundrezept einfach eine Prise davon hinzu und schon hat es noch mehr Pepp.

Wie lange ist selbstgemachtes Granola haltbar?

Selbstgemachtes Granola sollte luftdicht verschlossen aufbewahrt werden. Hierfür eignen sich zum Beispiel Einmach- oder Vorratsgläser. So gelagert ist es mindestens zwei Wochen haltbar.

Wenn du bei der Herstellung auf Früchte verzichtet und es vollständig getrocknet hast, sollte dein Granola aber auch locker einige Wochen länger halten.

Vertraue hierbei einfach deinen Sinnen. Schmeckt es noch frisch? Ist es noch knusprig? Dann kannst du dein selbstgemachtes Granola in der Regel auch noch bedenkenlos genießen.

Im Supermarkt erhältliches Granola ist ab der Herstellung meistens ein bis zwei Jahre haltbar. Die lange Mindesthaltbarkeit verdankt industriell hergestelltes Granola vor allem dem hohen Zuckergehalt. Teilweise werden hier auch Konservierungsstoffe eingesetzt, um die Haltbarkeit noch länger zu gewährleisten.

Fazit: Wie isst man Granola?

Du kannst Granola zum Frühstück essen oder als Topping für Dessert verwenden. Streue es einfach über deinen Joghurt, Quark oder Eis. Deiner Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Beim Kauf solltest du aber darauf achten, dass im Granola nicht zu viel Zucker und Palmfett enthalten ist. Wenn du lieber selbstgemachtes Granola essen möchtest, kannst du dich einfach an dem Grundrezept orientieren und es nach deinen Vorstellungen abwandeln.

Ich wünsche dir guten Appetit!

Jonas Eichmann

Autor: Jonas Eichmann

Als leidenschaftlicher Foody bin ich täglich auf der Suche nach nützlichen und kuriosen Foodfakten. In diesem Blog teile ich meine Erkenntnisse mit dir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert